Wer ist der Dieb in Joh. 10, 10?

"Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben;
ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es im Überfluss haben."

Evangelium nach Johannes, Kapitel 10, Vers 10; Übersetzung nach Schlachter 2000

Dies sind Worte, die Jesus zu seinen Zuhörern sagt. Viel von uns kennen diesen Vers bestimmt gut. Jesus ist gut, schenkt Leben im Überfluss, usw.
Doch wer ist der Dieb, von dem er hier redet?

Mit dieser Frage wurde ich vor einiger Zeit durch eine Predigt von Reinhard Hirtler konfrontiert. Natürlich wusste ich die Antwort sofort! Und ich glaube auch, dass du, lieber Leser, dir sofort sicher bist, dass es sich um den Teufel handelt. Alle, die ich seit dem mit dieser Frage konfrontiere, geben mir diegleiche Antwort.

Doch warum sind wir uns da so sicher?

Wenn ich von mir ausgehe, so wurde ich über viele Jahre so gelehrt. Vielleicht habe ich die Prediger auch falsch verstanden und ging -warum-auch-immer einfach davon aus, dass es so ist. Mit Sicherheit kann ich aber sagen, dass ich es als Prediger genauso gelehrt habe. Ich habe es genau so FALSCH gelehrt. Menschen in die Irre geführt.

Das erschrickt mich!

Mit einem Mal wird mir klar: Wie viele Sachen habe ich noch in der Bibel falsch ausgelegt, ja, glaube ich sogar immer noch falsch? Denn wer den Vers im Kontext liest, erkennt sehr schnell mit Hilfe des Heiligen Geistes, dass der Dieb hier überhaupt NICHTS mit dem Teufel zu tun hat. So gar nicht.

OK, ich gebe zu: Das ist eher unwichtig!

Es gibt mit Sicherheit wichtigere Erkenntnisse in den letzten Monaten, als die richtige Deutung des Diebes hier. Denn viel wichtiger ist, dass Jesus uns Leben im Überfluss gibt. Vieles andere raubt uns Leben. Das wissen wir. Was genau es ist, wird vielleicht nicht so wichtig sein.

Aber zu erkennen, dass ich falsch gelehrt wurde, UND dass ich die Stelle selbst falsch gelehrt habe, macht mich nachdenklich. Deshalb:

Lasst uns genau hinsehen!

Lasst uns das Wort Gottes im Zusammenhang studieren. Nur so werden wir Gott, seinen Willen, seine Natur, richtig verstehen

Stephan Kobabe, 02. April 2019

P.S. Und wer ist nun der Dieb? Schreibt eure Antworten hier als Kommentar hin.

6 Kommentare

  1. Veröffentlich von Reinhold Haunschild am Mai 14, 2019 um 4:25 pm

    Ich möchte es nicht aussprechen.
    Ich antworte mit dem Wort Gottes:
    Gal 1,8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.
    1Joh 4,1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.
    2Joh 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht!
    2Petr 2,1 Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.

    • Veröffentlich von Stephan am Juni 7, 2019 um 7:58 pm

      Super, Reinhold! Sehe ich genauso! Danke dir für deinen Beitrag!

  2. Veröffentlich von Lana am Mai 24, 2019 um 6:30 am

    Der Dieb ist der Lehrer -der lehrt das man durch andere Wege in die geistige Welt die Tür Jesu einsteigen kann.

  3. Veröffentlich von Lana am Mai 24, 2019 um 6:38 am

    Ja und der Dieb beraubt somit des Überflusses der nur durch Jesus die Tür fließt…..
    New Age und okkultes steigt durch andere Wege ein und ist der Dieb(.—->.Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus.
    Johannes 10:).

    Nur Jesus ist die Tür aus der wir schöpfen sollen.
    Ja und der Dieb ist auch der der das übernatürliche in Jesu leugnet (aus Angst, falscher Lehre, Unkentniss)

    • Veröffentlich von Stephan am Juni 7, 2019 um 8:00 pm

      Danke dir, Lana, für die Ergänzung. Sehe ich genauso!

  4. Veröffentlich von Andreas Schmidt am August 20, 2019 um 8:48 pm

    Lieber Stephan, liebe Glaubensgeschwister,

    alles, was zu diesem Thema hier gesagt wurde ist richtig und sehe ich auch so!

    Es kommt aber auch – denke ich – in der Betrachtung darauf an, wie man das (als ein Lehrer des Wortes Gottes) sieht, bzw. auf sich selbst bezieht.
    Da wir Christen (und auch Prediger), ja leider nicht die ganze Weisheit Gottes in uns komplett und auf einmal erfassen können, kann das leider passieren. Man sollte das, durch aufmerksames, zusammenhängendes Studieren von Gottes Wort natürlich möglichst vermeiden (der Heilige Geist möge uns davor bewahren)!
    Aber ein Christ / Prediger, dem dass passiert, ist meiner Meinung nach hier nicht der Dieb / falsche Lehrer
    oder ein falscher Prophet. Zumal bei diesem Thema die Identität des Diebes nicht das „Wichtigste“ ist,
    (wie du ja selber auch schon richtig gesagt hast).
    Keiner von uns hat doch die böse Absicht, durch die „Hintertür“ in den Schafstall einzusteigen und dort irgendwelchen Schaden anzurichten (schon gar nicht die Schafe zu verwirren)!

    Aber ja, diese gibt es, die das wollen! – Und da sehe ich den wesentlichen Unterschied!

    Das eine sind sich (immernoch) in der Entwicklung befindliche Christen / Prediger, die nicht alles perfekt
    machen. Das andere sind „die Diebe.“
    Nur wenn man dann anführt, der Teufel wäre in dem Zusammenhang die „falsche Person“ und „nicht gemeint“, muss man mal die Frage aufwerfen:
    „Von wem gehen denn dann letztendlich diejenigen aus oder von wem werden sie denn „instrumentalisiert,“ die durch die Hintertür kommen? – Ist es nicht der „König der Diebe,“ der „falscheste“ aller Propheten und
    der „Oberlehrer“ der falschen Lehren, – Satan, – der Vater der Lüge – und das von Anfang an?“

    Wie hat Lana hier auch angeführt: „Ja und der Dieb ist auch der, der dass Übernatürliche in Jesu leugnet .“
    Wer aber ist denn das an „erster“ Stelle?
    Und in den Versen die Reinhold hier aufführt erkenne ich viel „Scheinheiligkeit“ und zum Teil sogar
    „Bösartigkeit“ bei diesen falschen Lehrern!

    Von daher finde ich das mit dem Teufel gar nicht so falsch gelehrt. Es ist vielleicht nicht detailliert genug.
    Jedenfalls verwirrt es bestimmt Niemanden im Hinblick auf das, was uns unser Herr Jesus alles geben will.

    Ich denke, wir müssen da wachsam sein und bleiben, aber deshalb musst du dir, – lieber Stephan,- da nichts vorwerfen. Der Herr kennt deine Absichten und kann regulieren! Er liebt dich für deine aufrechte Haltung und hohe Sorgfalt beim Lehren!
    Ich habe früher auch gelehrt und immer wenn ich das Privileg dazu hatte, überkam mich plötzlich so eine
    heilige Ernsthaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Ich habe dann immer zu mir selber gesagt:
    „Du stehst hier stellvertretend für Gott und Christus und du lehrst gerade seine Kinder.“
    Was für eine Verantwortung, was für ein Privileg!
    Ich habe dann immer den Herrn gebeten mich richtig zu lenken und zu leiten, damit ich nichts falsch mache! Schließlich will man ja alles andere, als die Kinder Gottes falsch lehren… und dann auch noch ausgerechnet ICH SELBST!

    Liebe Grüße in dem Herrn Jesus

    Andreas

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6 Kommentare

  1. Veröffentlich von Reinhold Haunschild am Mai 14, 2019 um 4:25 pm

    Ich möchte es nicht aussprechen.
    Ich antworte mit dem Wort Gottes:
    Gal 1,8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.
    1Joh 4,1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.
    2Joh 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht!
    2Petr 2,1 Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.

    • Veröffentlich von Stephan am Juni 7, 2019 um 7:58 pm

      Super, Reinhold! Sehe ich genauso! Danke dir für deinen Beitrag!

  2. Veröffentlich von Lana am Mai 24, 2019 um 6:30 am

    Der Dieb ist der Lehrer -der lehrt das man durch andere Wege in die geistige Welt die Tür Jesu einsteigen kann.

  3. Veröffentlich von Lana am Mai 24, 2019 um 6:38 am

    Ja und der Dieb beraubt somit des Überflusses der nur durch Jesus die Tür fließt…..
    New Age und okkultes steigt durch andere Wege ein und ist der Dieb(.—->.Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus.
    Johannes 10:).

    Nur Jesus ist die Tür aus der wir schöpfen sollen.
    Ja und der Dieb ist auch der der das übernatürliche in Jesu leugnet (aus Angst, falscher Lehre, Unkentniss)

    • Veröffentlich von Stephan am Juni 7, 2019 um 8:00 pm

      Danke dir, Lana, für die Ergänzung. Sehe ich genauso!

  4. Veröffentlich von Andreas Schmidt am August 20, 2019 um 8:48 pm

    Lieber Stephan, liebe Glaubensgeschwister,

    alles, was zu diesem Thema hier gesagt wurde ist richtig und sehe ich auch so!

    Es kommt aber auch – denke ich – in der Betrachtung darauf an, wie man das (als ein Lehrer des Wortes Gottes) sieht, bzw. auf sich selbst bezieht.
    Da wir Christen (und auch Prediger), ja leider nicht die ganze Weisheit Gottes in uns komplett und auf einmal erfassen können, kann das leider passieren. Man sollte das, durch aufmerksames, zusammenhängendes Studieren von Gottes Wort natürlich möglichst vermeiden (der Heilige Geist möge uns davor bewahren)!
    Aber ein Christ / Prediger, dem dass passiert, ist meiner Meinung nach hier nicht der Dieb / falsche Lehrer
    oder ein falscher Prophet. Zumal bei diesem Thema die Identität des Diebes nicht das „Wichtigste“ ist,
    (wie du ja selber auch schon richtig gesagt hast).
    Keiner von uns hat doch die böse Absicht, durch die „Hintertür“ in den Schafstall einzusteigen und dort irgendwelchen Schaden anzurichten (schon gar nicht die Schafe zu verwirren)!

    Aber ja, diese gibt es, die das wollen! – Und da sehe ich den wesentlichen Unterschied!

    Das eine sind sich (immernoch) in der Entwicklung befindliche Christen / Prediger, die nicht alles perfekt
    machen. Das andere sind „die Diebe.“
    Nur wenn man dann anführt, der Teufel wäre in dem Zusammenhang die „falsche Person“ und „nicht gemeint“, muss man mal die Frage aufwerfen:
    „Von wem gehen denn dann letztendlich diejenigen aus oder von wem werden sie denn „instrumentalisiert,“ die durch die Hintertür kommen? – Ist es nicht der „König der Diebe,“ der „falscheste“ aller Propheten und
    der „Oberlehrer“ der falschen Lehren, – Satan, – der Vater der Lüge – und das von Anfang an?“

    Wie hat Lana hier auch angeführt: „Ja und der Dieb ist auch der, der dass Übernatürliche in Jesu leugnet .“
    Wer aber ist denn das an „erster“ Stelle?
    Und in den Versen die Reinhold hier aufführt erkenne ich viel „Scheinheiligkeit“ und zum Teil sogar
    „Bösartigkeit“ bei diesen falschen Lehrern!

    Von daher finde ich das mit dem Teufel gar nicht so falsch gelehrt. Es ist vielleicht nicht detailliert genug.
    Jedenfalls verwirrt es bestimmt Niemanden im Hinblick auf das, was uns unser Herr Jesus alles geben will.

    Ich denke, wir müssen da wachsam sein und bleiben, aber deshalb musst du dir, – lieber Stephan,- da nichts vorwerfen. Der Herr kennt deine Absichten und kann regulieren! Er liebt dich für deine aufrechte Haltung und hohe Sorgfalt beim Lehren!
    Ich habe früher auch gelehrt und immer wenn ich das Privileg dazu hatte, überkam mich plötzlich so eine
    heilige Ernsthaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Ich habe dann immer zu mir selber gesagt:
    „Du stehst hier stellvertretend für Gott und Christus und du lehrst gerade seine Kinder.“
    Was für eine Verantwortung, was für ein Privileg!
    Ich habe dann immer den Herrn gebeten mich richtig zu lenken und zu leiten, damit ich nichts falsch mache! Schließlich will man ja alles andere, als die Kinder Gottes falsch lehren… und dann auch noch ausgerechnet ICH SELBST!

    Liebe Grüße in dem Herrn Jesus

    Andreas

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