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Finanzen – biblische Sichtweise

Gedanken von David Frey, März 2019

Die Bibel spricht sehr viel über Geld und wir möchten hier sehr kurz unsere Sicht zu Finanzen geben.

Für uns Gläubige gelten 2 Prinzipien:

  • Alles gehört Gott.
  • Wir geben, weil es unsere Natur ist freigiebig zu sein.

Anstatt Reichtümer anzuhäufen geben wir und halten nicht an Gütern fest: “Denkt daran: Wer spärlich sät, wird nur wenig ernten. Aber wer mit vollen Händen sät, auf den wartet eine reiche Ernte.“ (Bibelstelle)

Wir sind der festen Überzeugung, dass Gott unser Versorger ist. Was Gott bestellt, dass bezahlt er auch.

Die Projekte und Aufgaben im Reich Gottes benötigen ebenso Finanzen. Deswegen ist Geld ein gutes und wichtiges Werkzeug, aber ein schrecklicher Götze.

 

Der 10te – im Alten Bund

Es gibt eigentlich 3 Zehnten.

Der 10te wurde schon 430 Jahre vor dem Gesetz gegeben. (1.Mose 14:20)

Wofür er da war?

Der Zehnte war für die Leviten, damit sie Gott dienen und anbeten konnten; der Festtags-Zehnte, wenn man zusammenkommt, um wirklich vor Gott zusammen zu feiern und sich an Seine guten Taten zu erinnern. Es gab ferner alle drei Jahre einen Zehnten für die Armen. Den Armen helfen ist Gott auch in der Apostelgeschichte und den Briefen unglaublich wichtig!!!

Der 10te unter dem Gesetz

  1. Der 10te wurde zum Gebot (3.Mose 27:30; Mal. 3:10)
    • Gib Gott den Zehnten von allem, was du erwirtschaftest!
      Es war ein Gesetz, dass zu erfüllen war. Die Herzenshaltung war hier nicht so sehr gefragt.
  2. Der Zweck
    • Für die Leviten und Priester (4.Mose 18:21-24; Neh 10:37; 12:44)
    • Alle 3 Jahre für die Armen (5.Mose 14:27-29; 26:12-14)
    • Versorgung von Gottes Haus (Mal 3:10)
    • Gott die Ehre geben (Spr 3:9-10)

Hier sehen wir im Alten Bund den Umgang mit dem 10ten. 10ter bedeutet einfach 10% von seinem Einkommen, Ernte, Tieren usw.  Der 10te wurde jährlich gemeinsam mit allen anderen Opfern zum Fest gebracht (5.Mose 12:6-7).

Der 10te – Christen sind nicht mehr abgabepflichtig

Jesus selbst äußert sich zum 10ten nur 1x in Mat 23:23

Weh euch, ihr Gesetzeslehrer und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Gartenminze, Dill und Kümmel, lasst aber die wichtigeren Forderungen des Gesetzes außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue! Das eine hättet ihr tun und das andere nicht lassen sollen!

Im Kontext wirft Jesus den Pharisäern Heuchelei vor. Ihr Fokus war auf des Unwesentliche gerichtet.

Die Hauptsache ist jedoch: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben.

  • Jesus fordert hier auf, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Unwesentliche trotzdem zu tun.

Jesus spricht diese Worte noch zu Menschen, die im Alten Bund gelebt haben.

Im Neuen Testament und vor allem im Neuen Bund wird der 10te nicht mehr verlangt.

Es kann eine gute Richtlinie sein und es ist gut zu geben, es besteht jedoch keine Abgabepflicht zu einem bestimmten Prozentsatz. Im Neuen Bund gilt: Alles gehört IHM.

Es gibt tatsächlich Lehrmeinungen, die besagen, dass wenn du Gott nicht freiwillig deinen 10ten gibst, wird er ihn sich schon holen. Das ist nicht Gott, dass ist Furcht und Manipulation.

An die Stelle des 10ten tritt ein ehrfürchtiges, dankbares und großzügiges Geben.

Das wird nochmals deutlich beim ersten Apostelkonzil, als es darum geht, welche Gesetze die gläubig gewordenen Nichtjuden halten sollten.

Hier wurde das Zehntengeben nicht erwähnt. (Nur Verunreinigung durch die Götzen, um die Unzucht, um das Erstickte, Enthaltung vom Blut) Apg 15:20.

Christen geben gerne

Geben ist für uns Teil der Anbetung. Damit drücken wir unsere Dankbarkeit Gott und Vertrauen ihm gegenüber aus.

Durch das Geben bekennen und zeigen wir unsere Abhängigkeit von Ihm.

Mat 6:3  Du aber, wenn du Almosen gibst, so laß deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut;

Mat 6:4  damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

 

Luk 3:11  Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Leibröcke hat, teile dem mit, der keinen hat; und wer Speise hat, tue gleicherweise.

 

Luk 6:38  Gebet, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maße, mit welchem ihr messet, wird euch wieder gemessen werden.

 

Heb 13:16  Des Wohltuns aber und Mitteilens vergesset nicht, denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen.

 

Saat und Ernte

Es ist ein universelles Prinzip, dass das, was wir säen, auch geerntet wird. Jeder Landwirt wird Mitte/Ende des Jahres das ernten, was zuvor gesät wurde.

Ebenso werden wir auch genau dieselbe Frucht bekommen von dem, was wir gesät haben.

2.Kor 9:6  Dies aber sage ich: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten.

2.Kor 9:7  Ein jeder, wie er sich in seinem Herzen vorsetzt: nicht mit Verdruß oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.

2.Kor 9:8  Gott aber ist mächtig, jede Gnade gegen euch überströmen zu lassen, auf daß ihr in allem, allezeit alle Genüge habend, überströmend seid zu jedem guten Werke;

Deswegen sind alle unsere Veranstaltungen stets beitragsfrei. Das Wort Gottes und die darin enthaltenen Wahrheiten und Schätze müssen überall ohne mögliche Hürden gepredigt werden.

Wir möchten damit klarstellen, dass sowohl Gott, sein Wort - sowie Heilung - nicht erkauft werden können.

Dieser Dienst ist im Vertrauen auf Gott aufgebaut.

Wohlstand oder Armut?

Es gibt viele Strömungen zu diesem Thema. Eine extreme Seite, die darauf beharrt, dass Gläubige im Wohlstand und Luxus leben sollen. Angeführt werden heir Mose und Abraham als Beispiele von reichen Männern Gottes.

Die andere Seite, die behauptet Geld und Güter seien vom Teufel und Armut sei ein Zeichen von Demut.

 

Jesus selbst hatte nie nach Besitz oder Reichtum gestrebt. Sein Auftrag war ganz klar das Reich Gottes zu demonstrieren, auf der Erde zu etablieren und durch seinen Tod am Kreuz und Auferstehung eine neue Ära einzuläuten.

Wir sehen jedoch nie, dass Jesus Mangel hatte oder um Finanzen betteln musste. Dabei hatte Jesus ganz menschliche Bedürfnisse wie Essen, Trinken oder Schlafen gehen.

Stets war das, was er benötigte da (Mat 17:27).

 

Die Gefahr beim sogenannten „Wohlstandsevangelium“ besteht darin, dass wir uns von Gott unabhängig machen und mehr dem Geld als Götzen dienen. Denn wir können entweder Gott folgen und dienen oder dem Mammon.

Wenn du das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit zu deiner Priorität machst, macht sich dein himmlischer Vater deine Nöte zu seiner Priorität (Mat 6).

-        Es liegt kein göttlicher Segen auf Wohlstand.

-        Es liegt kein göttlicher Segen auf Armut.

 

Göttliche Versorgung

Evtl. Zeugnis von Eduardo.

Stelle dir vor alle Christen würden Vollzeit für Jesus finanziell freigesetzt sein, um das Reich Gottes auszubreiten?

Das ist noch keine Garantie dafür, dass Menschen schneller und mehr zum Glauben kommen.

Aber der Gedanke soll verdeutlichen, um was es geht: Menschen sollen zum Glauben kommen und in Jüngerschaft geführt werden, ohne dass der Fokus dauernd auf Geld, Versorgung usw. ist

 

Der Fokus in der Bibel ist ganz klar:

Alles was gesund ist wächst und vermehrt sich. Jesus selbst gibt das Beispiel mit den Talenten. Gott erwartet etwas von dem zurück, was er uns gibt. Es sollte Vermehrung und Multiplikation stattfinden.

Wir sollten als Söhne und Töchter Gottes im Überfluss leben und Reich sein.

Reichtum muss aber nicht bedeuten, dass unsere Bankkonten überfließen und sich alle 6 Monate unser Fuhrpark erweitert.

 

Lasst uns folgende Bibelstelle anschauen.

 

Eph 4:25  Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind untereinander Glieder.

Eph 4:26  Zürnet ihr, so sündiget nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn!

Eph 4:27  Gebet auch nicht Raum dem Teufel!

Eph 4:28  Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr mit seinen Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Dürftigen etwas zu geben habe.

 

Das Prinzip hier:

-        Wir arbeiten so, dass wir dem Bedürftigen geben können.

-        Die meisten denken: „Der Grund warum ich arbeite ist, dass ich für mich und meine Familie habe usw.“

-        Wir sollten soviel haben, dass es uns gut geht und noch genug übrig ist, um denen um uns herum, die Not haben, geben zu können.

 

Die Maleachi Stelle

Mal 3:8  Soll ein Mensch Gott berauben, wie ihr mich beraubet? Aber ihr fragt: «Wessen haben wir dich beraubt?» Der Zehnten und der Abgaben!

Mal 3:9  Mit dem Fluch seid ihr belegt worden, denn mich habt ihr betrogen, ihr, das ganze Volk!

Mal 3:10  Bringet aber den Zehnten ganz in das Kornhaus, auf daß Speise in meinem Hause sei, und prüfet mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde!

Mal 3:11  Und ich will für euch den Fresser schelten, daß er euch die Frucht der Erde nicht verderbe und daß euch der Weinstock auf dem Felde nicht fehlschlage, spricht der HERR der Heerscharen.

Mal 3:12  Also werden alle Nationen euch selig preisen; denn ihr werdet ein Land der Wonne werden, spricht der HERR der Heerscharen.

 

Oft wird im Gemeindekontext Maleachi 3:10 zitiert. Wir sind gegen eine manipulative Einsetzung dieser Bibelstelle.

Sind die Fenster des Himmels schon offen? Ja, das sind sie.

Sind wir schon gesegnet? Ja, das sind wir.

-        Diese Stelle ist ganz klar an das Volk Israel gerichtet, die verpflichtet waren unter dem Alten Bund den 10ten zu zahlen. Das ist für uns heute im Neuen Bund keine Verpflichtung mehr.

 

Wie schon oben erwähnt gehört im Neuen Bund ALLES Ihm. Das ganze Leben, die Finanzen, die Freizeit. . . . . . . .

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