Die himmlische Geburt von Jesaja ohne Schmerzen

Jesaja Miguel wurde im Mai als mein sechstes Kind zu Hause geboren.

Vor der Geburt hatte ich wegen Gebet und speziellen Eindrücken den Glauben für eine himmlische, ekstatische, sehr schnelle Geburt. Gott hatte mir gezeigt, dass dies Seine geplante Art von Geburt für die Frau ist. Die Geburt war tatsächlich himmlisch, da ich die ganze Zeit über wenigstens etwas genießen konnte, während ich keine Schmerzen und auch keine übermäßige Anstrengung erfuhr. Mein innerlicher Frieden war genial; ich hatte dies noch nie während einer vorigen Geburt erlebt. Es war auch eine deutlich schnelle Geburt: die eigentliche Geburtsphase nur 1 Stunde und davon betrug die Zeit auf der Toilette nur fünf Minuten.

Bis zur Nacht davor hatte ich keine Geburtsvorbereitungen im Körper gespürt. In dieser Nacht hatte ich dann Kontraktionen, die recht lange anhielten, aber ich habe sie wie im Traum erlebt und weitergeschlafen. Noch nie zuvor konnte ich schlafen, wenn die ersten Kontraktionen anfingen und am Morgen spürte ich auch nichts mehr.

Erst anderthalb Stunden vor Jesajas Geburt, nach meinem zweiten Schläfchen an dem Tag, spürte ich die ersten erneuten Kontraktionen. Sie waren leicht, dafür aber langandauernd; deswegen ahnte ich, dass die Geburt kurz bevorstand. Ich ging eine Etage tiefer, um meinem Mann und unserer ältesten Tochter (sie sollte die anderen Kinder in Schach halten) Bescheid zu geben. Da fühlte ich 5-7 Mal ein Knacken oben in meinem Bauch, was ich bis heute nicht erklären kann. Wieder oben im Schlafzimmer folgten mehrere Kontraktionen und etwa eine Stunde vor der Geburt musste ich anfangen, mich zu konzentrieren auf Gott. Genau zum richtigen Moment kam mein Mann nach oben.

Ich bewegte meine Hüften im Tanz oder sang Lobpreislieder, zuerst in Zungen sang und wurde später still. Vor allem musste ich mich ab und zu entscheiden, etwas zu trinken oder öfters die Haltung zu ändern. Das Letzte war vor allem wegen Druck (nicht Schmerz) unten im Rücken nötig. Ich spürte einen schmerzhaften Stich (den einzige während der ganzen Geburt), und ich befahl ihm zu gehen. Danach war Ruhe mit den Kontraktionen. Von diesem Moment an spürte ich keine Anstrengung mehr in meinem Körper. Ziemlich bald kam das Fruchtwasser auf der Toilette raus.

Ich spürte immer noch nichts, obwohl mein Baby in fünf Minuten geboren werden würde. Aber aus der Erfahrung, dass meine letzte vier Babys innerhalb von Minuten nach dem Fruchtwasserabgang geboren wurden, rief ich meinen Mann. Ich hatte keinen Pressdrang, sicher keine Wehe; ich überlegte mir noch, ob ich Treppen steigen oder vielleicht in die Badewanne gehen soll. Da kam bereits das Baby raus. Ohne Wehe – es war nur ein natürlicher Druck und ich drückte leicht mit. In einem Rutsch war das Baby da. Ich hob es an meinem kleinen Fingern (!) hoch. (Gott hatte mich witzigerweise vorher schon auf das Scenario vorbereitet, wie man auf der Toilette ein Kind auffängt.)

Ich hatte diesmal den Glauben gehabt, keine kräftigen Presswehen zu erleben. Sie waren immer wie eine gigantische Urkraft – wenn das Baby kam, hatte ich das Gefühl, als ob ich auseinanderriss (was nicht der Fall war) – , aber diesmal hatte ich das Bild von Gottes heldhafter Hand in meiner Mitte, die das Baby erlöst/nach draußen drückt (Zephanja 3,17). Ich glaubte also, die Presswehe würde deswegen leicht sein. Stattdessen gab es gar keine, sondern nur einen leichten Druck mit einem Baby, das rauswollte. Ich musste es nur kommen lassen.

Auch nach der Geburt hat alles sehr gesegnet geklappt: das Baby war perfekt gesund und hat von Anfang an gut getrunken; die Plazenta kam rechtzeitig und vollständig heraus und ich habe im ganzen Wochenbett keine einzige schmerzhafte oder anstrengende Kontraktion mehr gehabt (trotz sechstem Kind!) und zum ersten Mal keinen Milchstau.

Danke, Vater!!

30. Juni 2017, von Yvette B., Sarreinsming

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